Er war der Häftling mit der Nummer 1
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Über den politischen Neuanfang im Nachkriegs- Deutschland ist Alfred
Haag tief enttäuscht. Am Ende seines Lebens fragt er sich: Waren meine
Leiden im Widerstand gegen den Nationalsozialismus umsonst?
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»Andere haben dicke Memoiren geschrieben, was sie alles getan haben;
ich habe geschrieben, was man mir getan hat«.
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Auf bloßen Verdacht kommt er ins Lager - KZ-Haft, Krieg und Gefangenschaft
machen aus ihm einen politisch bewußten Menschen.
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Er hat das Museum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgebaut, um das Leid
der Verfolgten zu dokumentieren und das Vermächtnis der Mitgefangenen
zu wahren.
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Er machte es sich im Alter zur Aufgabe. der Jugend das Vermächtnis der
Dachauer Häftlinge zu vermitteln.
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Sein Mut rettet am 28. April 1945 Tausenden von Häftlingen das Leben
und bewahrt Dachau vor der sinnlosen Verteidigung durch die SS.
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Der Einsatz für seine Kirche bringt ihm im Dritten Reich Verfolgung
und KZ-Haft und in der Nachkriegszeit Anerkennung und Ehre.
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Die Freiheitsgedanken der deutschen Klassiker, die ihm beim Überleben
im KZ helfen, verficht er mit Leidenschaft bis zu seinem Tod.
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Mit beeindruckender Selbstlosigkeit opfert er sich für seine Mitmenschen auf.
Am Ende reichen jedoch seine Kräfte nicht mehr aus, den Gegnern zu widerstehen,
die ihm den Kampf um die KZ-Gedenkstätte Dachau verübeln.
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Auf allen Stationen seines Lebens, als KZ-Häftling, als Kommunalpolitiker,
als Unternehmer und als Förderer des Sports, bleibt er seinen sozialen
Idealen treu
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In seinem Haus überlebt das sozialdemokratische Erbe der Dachauer das
Dritte Reich.
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Als Dachauer Kommunist stellt er sich dem Nationalsozialismus entgegen.
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Er stellt sich an die Seite der Dachauer Bürger und bleibt einer von ihnen.
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